IFT Food Expo 2010: Deutsche Nahrungsmittelindustrie profitiert von europaweiter Nachfrage
Berlin, 15.07.2010 - Die deutsche Nahrungsmittelindustrie ist der viertgrößte Industriezweig Deutschlands und verbuchte mit einem Umsatz von 209 Milliarden US-Dollar 2009 auch im Wirtschaftsabschwung stabile Produktions- und Verkaufszahlen. Gründe hierfür sind der starke Heimatmarkt mit 2009 leicht gestiegenen Konsumausgaben sowie die Exportquote von über 25 Prozent. Mitarbeiter von Germany Trade & Invest werden auf der diesjährigen IFT Annual Meeting and Food Expo in Chicago, Illinois vom 17. bis 20. Juli über Investitionsmöglichkeiten und Marktchancen in der deutschen Genuss- und Nahrungsmittelbranche informieren.
Die deutsche Genuss- und Nahrungsmittelindustrie hat in den vergangenen Jahren sowohl von eigenen Standortvorteilen als auch von allgemeinen Branchentrends profitiert. Im Zentrum Europas logistisch günstig gelegen, verzeichnete die deutsche Nahrungsmittelindustrie einen stetigen Anstieg der Exporte (mehr als 30 Prozent Steigerung in 2008), beispielsweise in die neuen EU-Mitgliedsstaaten, und erreicht damit eine hohe durchschnittliche Exportrate von 26 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Gründe für die Exporterfolge liegen auch in der wachsenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten sowie in den wettbewerbsfähigen Preisen, die ein Ergebnis der hohen Produktivitätsraten in Deutschland sind.
Gleichzeitig profitiert die Branche im Heimatmarkt von steigender Nachfrage nach sogenannten funktionellen Lebensmitteln und Gesundheits- und Wellnessprodukten, da Verbraucher – auch bedingt durch die Bevölkerungsalterung in Europa – zunehmend ihr Wohlbefinden sowie ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit verbessern wollen. Deshalb konnten sich zahlreiche Produzenten aus vormaligen Nischenmärkten in jüngerer Zeit zu Schlüsselunternehmen der Branche entwickeln.
Die Stärke der Industrie und die konstante Nachfrage bieten aussichtsreiche Geschäftsmöglichkeiten für internationale Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 2009 erzielte die Branche mehr als 225 Milliarden US-Dollar Gesamtumsatz im Nahrungsmitteleinzelhandel und die Direktverkäufe beliefen sich auf 88,2 Milliarden US-Dollar. Mit mehr als 82 Mio. Endverbrauchern ist Deutschland der größte Genuss- und Nahrungsmittelmarkt Europas.
Stetig steigende öffentliche und private Ausgaben für Forschung und Entwicklung fördern die für die Branche notwendigen Innovationen sowie die lokale Anpassung von Produkten. Weit überdurchschnittliche 54 Prozent der privaten Forschungs- und Entwicklungsgelder in der deutschen Nahrungsmittelindustrie stammen von ausländischen Unternehmen. Dies unterstreicht die Bedeutung von Forschung und Entwicklung vor Ort zur Anpassung von Produkten an die Bedürfnisse des lokalen Marktes. Forscherteams können neue Produkte im Einklang mit den Essgewohnheiten, Geschmäckern und Vorlieben der Verbraucher entwickeln.
Die dauerhafte Versorgung von 82 Mio. Einwohnern mit Nahrungsmitteln sowie die Märkte in Deutschlands Nachbarländern bieten große Geschäftspotenziale für den Nahrungsmittellogistiksektor. Unternehmen finden in Deutschland laut einer Studie des World Economic Forum die weltweit beste Infrastruktur sowie eine Vielzahl international führender Logistikdienstleister.
Bei der diesjährigen IFT Annual Meeting and Food Expo werden Branchenexperten von Germany Trade & Invest interessierten Unternehmen zu allen Fragen rund um die deutsche Nahrungs- und Genussmittelindustrie zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften IMG Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt und Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH informiert Germany Trade & Invest an Stand 7035.
Kontakt:
Eva Henkel
Germany Trade and Invest
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